Das Luder Lydia

WAKE UP - Raimund Theater, 2002 - 2004
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Hallo Anne! Du kommst ursprünglich aus Frankreich. Woher aber kommst du genau?
Ich bin geboren in Besançon. Das ist Region de Doubs an der Grenze zum französischem Jura. Nicht weit von Genf entfernt.
Was hat dich inspiriert zum Musical zu gehen?
Die Verbindung von Tanz, Gesang und Schauspiel. Diese drei Teile haben mich immer sehr beeindruckt. Ursprünglich habe ich mit Tanz begonnen, aber ich war dafür etwas zu groß.
Wann und wo war dein erster professioneller Auftritt?
Mein erstes großes Engagement war hier am Raimundtheater die Cha-Cha in GREASE. Das liegt auch schon 10 Jahre zurück.
Wann war das definitiv erste Mal das du von WAKE UP gehört hast?
Ich glaub, das war vor zwei Jahren, da habe ich bereits an einer Auditionrunde teilgenommen. Damals war ich aber nicht in Wien und hatte eigentlich gar nicht so viel damit zu tun. Als es dann aktuell wurde, dass dieses Musical aufgeführt wird, war ich noch einmal bei einer zweiten Runde dabei.
Bist du zu den Auditions eingeladen worden, oder hast du dich selbst dafür gemeldet?
Ich bin ganz normal hingegangen, ich wurde nicht eingeladen.
Wie hast du dich auf die Rolle der Lydia vorbereitet?
Vorbereitet in dem Sinn hab ich mich nicht direkt. Ich habe nicht irgendwelche Studien über Luder gelesen. Da es ja eine Welturaufführung ist, hat man da eigentlich mehr oder weniger freie Hand! Man kann die Rolle mitgestalten.
Wie war die Probenarbeit?
Die Proben waren sehr lustig. Da man ja auch selbst die Chance hat etwas selbst zu verändern und ein bisschen mehr mitzureden, das ist auch sehr spannend.
Hast du eine Lieblingsszene in WAKE UP?
Die Szene, die ich sehr gerne mag ist die Dreier-Szene im Gefängnis, wo ich mit Jeff Ronny im Gefängnis besuche. Ich mag sie deshalb da es mehr eine Comedy-Szene ist.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von Rainhard Fendrich mit der von Erwin Windegger?
Die Probenzeit mir Rainhard war länger was für Erwin natürlich schwerer ist, da er ja in ein fertiges Stück reinpassen muss. Beide sind gut, mit beiden ist es super zu spielen. Es ist unterschiedlich weil jeder anders ist. Rainhard ist mehr der Entertainer und Erwin ist mehr der Schauspieler.
Hast du vor der Vorstellung noch Lampenfieber?
Nein, eigentlich nicht. Vielleicht ein paar Sekunden vor dem Auftritt. Jetzt bei den Ensuite-Produktionen mehr. Oder vor Premieren bin ich schon nervöser.
Gibt es irgendwelche Pannen an die du dich erinnerst?
Irgendwie gibt es bei WAKE UP keine Pannen. Da ja die sehr viel von Hand geschoben wird kann hier auch nicht viel passieren, da dies ja auch sicherer ist als mit dem Computer.
Aber zum Beispiel bei BEAUTY AND THE BIEST sind ständig irgendwelche Pannen passiert.
Was machst du wenn du den Text vergisst?
Wenn man ein Blackout hat, dann kann man eigentlich gar nichts machen. Es gibt einen Trick der bei Liedern leicht anzuwenden ist, wenn dir zum Beispiel der eine Satz nicht einfällt, sag irgendwas, dass fällt den Besuchern kaum auf. Die Besucher denken dann, sie hätten für eine Minute nicht richtig hingehört, aber dann ist es auch schon vorbei.
Glaubst du das WAKE UP auch in anderen Städten Erfolg haben könnte?
Wenn man das Stück ein wenig ändert, könnte ich mir schon vorstellen, dass es auch in anderen Städten Erfolg haben könnte. Aber man müsste es ein wenig umschreiben, da es ja schon sehr auf Rainhard und auf Österreich geschrieben ist.
Hast du eine Traumrolle, die du gerne spielen würdest?
Eine Rolle, die ich gerne spielen würde wäre Sally Powels in CABARET. Eine Rolle, die mir auch gut gefällt ist die Quennie in WILD PARTY, die ich im Sommer in Amstetten spiele. Bisher meine Lieblingsrolle war in CHICAGO die Roxie.
Gibt es einen Traumpartner, mit dem du gerne auf der Bühne stehen möchtest?
Ja, mit meinem Mann.
Und außer Drew?
Da hab ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht. Ich glaub das ist auch deshalb, weil man zu wenig kennt. Es gibt viele gute Darsteller, die man eigentlich gar nicht kennt.
Wie gefällt dir Wien?
Sehr gut. Ich wohne jetzt schon seit 10 Jahren hier. Und hab seit 5 Jahren auch meine Wohnung hier.
Danke für das Interview.

