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SISTER ACT ab Herbst in Wien
Der Ticketverkauf für das Erfolgs-Musical SISTER ACT, das seine Österreich - Premiere am 15. September 2011 im RONACHER feiert ist eröffnet!
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Die LIVE CD aus dem RAIMUND THEATER
Die live bei der Premiere aufgenommene CD von ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ist ab sofort erhältlich!
In den Souvenirshops der VBW (RAIMUND THEATER, RONACHER), im Onlineshop der VBW und im gut sortierten Fachhandel.
GERNOT KRANNER im Musicalclub-Startreff

James Sbano (Chagal), Lukas Perman (Alfred), Gernot Kranner (Prof. Abronsius), Ensemble
Copyright: VBW / Ralf Brinkhoff, Birgit Mögenburg
Hallo Gernot! Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview nimmst – während einer kurzen Pause zwischen zwei Doppelshows. Du hast schon über 800 Mal die Rolle des Professor Abronsius gespielt – wie erhältst Du Dir die Rolle interessant? Wird die gleiche Rolle nicht auf Dauer langweilig?
Interessant finde ich die Rolle immer – weil sie so groß ist. Alle unsere Vorstellungen sind ausverkauft, mehr als 1.000 Zuschauer allabendlich zu entertainen ist eine Herausforderung und ich muss jeden Abend Vollgas geben. Und das begeisterte Publikum motiviert mich immer wieder alles zu geben. Das gibt mir immer wieder neuen Schwung für diese Rolle!
Wie viele Alfreds hast Du schon miterlebt?
Wie viele Alfreds ich schon „verbraucht“ habe…(lacht) Ich glaube es waren schon an die 10. Es ist immer sehr interessant mit neuen Kollegen neue Details zu entdecken. Das Zusammenspiel mit Alfred ist ja sehr intensiv, dadurch kreiert sich immer wieder meine Rolle neu und wird dadurch auch frisch.
Das heißt, dass die Chemie mit dem Alfred stimmen muss, dass es auf der Bühne auch funktioniert?
Das ist das Wichtigste! Lukas ist ein ausgesprochen toller Kollege und lieber Kerl. Sein Engagement für Haiti* zeigt mir, dass er ein wirklich wertvoller Mensch ist. Mit ihm macht es mir auf der Bühne besonders viel Spaß!
Tanz der Vampire – Wiener Fassung 2009 – hat ja einen neuen Regisseur: Cornelius Baltus. Wie hast Du die Arbeit mit Cornelius Baltus erlebt?
Ich kenne und schätze Cornelius ja schon lange. Wir haben bereits in Oberhausen zusammengearbeitet und ich finde seit der Uraufführung hat er das Stück sehr gut weiterentwickelt. Er versteht es das Stück seit der Uraufführung 1992 glaubhaft und brilliant zu halten. Die Regiearbeit zur Wiener Fassung 2009 hat er erstmals selbstständig geleitet, er konnte in Österreich so richtig los legen und das hat den „Vampiren“ auch gut getan.

Gernot Kranner (Prof. Abronsius)
Copyright: VBW / Ralf Brinkhoff, Birgit Mögenburg
Welche anderen Rollen in Deiner Künstler-Laufbahn liegen Dir außer dem schrulligen Professor Abronsius besonders am Herzen?
Ich habe ja nicht durchgehend die letzten 12 Jahre den Professor gespielt. Ich war die letzten 9 Jahre an der Volksoper Wien engagiert. Den „Blind“ in „Der Fledermaus“ und „Monostatos“ in „Die Zauberflöte“ habe ich besonders gerne gespielt. Ich inszeniere auch sehr gerne. Ich werde im Sommer 2011 in Bad Ischl „Das weiße Rössl“ inszenieren. Regiearbeit gefällt mir sehr gut. Aber ich stehe schon sehr, sehr gerne auf der Bühne – dieses direkte „Sich-beweisen-müssen“ und direkt den Applaus zu ernten für etwas Gelungenes ist einfach wunderbar!
„5 Millionen weltweit haben Blut geleckt“ ist der neue Slogan von TANZ DER VAMPIRE – eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Musicals aller Zeiten. Was ist für Dich persönlich das Erfolgsgeheimnis von TANZ DER VAMPIRE, warum kommt es so gut beim Publikum an?
Das Geheimnis für mich ist die Mischung. Es ist ein familientaugliches Stück, TANZ DER VAMPIRE bietet einfach alles: tollen Tanz, tolle Melodien, eine hervorragende Besetzung, Humor, Spannung, Erotik. Es hat so viele Elemente, die alle hervorragend sind und funktionieren. Das Stück ist rundum gelungen!
Du hast es schon angesprochen, Du hast auch in Deutschland den Professor Abronsius in Oberhausen gespielt. Gibt es einen Unterschied zwischen dem deutschen und dem österreichischen Publikum?
Nein. Das Publikum ist überall begeistert! Aber der Unterschied ist, dass es in Oberhausen keine Stehplätze gab. Der Kartenpreis war dort relativ hoch, vor allem für junge Leute.

Das kleine Vampir ABC - Gernot Kranner, Foto: ©VBW/Rolf Bock
Dein neues Projekt heißt „Das kleine Vampir-ABC“ – hat Dich die Rolle des Professors Abronsius zu diesem Stück inspiriert?
Die Vampire beschäftigen mich ja schon seit der Uraufführung. Dass ich wieder diese Rolle spielen kann, ist ein wunderbares Geschenk für mich. Viele Leute haben mich angesprochen, ob Sie mit ihren Kindern hineinkommen können. TANZ DER VAMPIRE gruselt schon für die besonders Kleinen. Da habe ich gemerkt, dass es ein Potenzial gibt, vor allem für die ganz Kleinen ein kindgerechtes Vampir-Stück zu machen. Das Programm ist für 4 bis 10 Jährige Kinder konzipiert und gemacht. Walter Lochmann komponierte und ich schrieb die Texte zu einigen lustigen Vampir-Liedern. Es ist eine one-man-show, in der ich singe und lustige Vampir-Geschichten erzähle.
Eine one-man-show, Du hast aber auch Unterstützung auf der Bühne...
Ja, ich habe die Handpuppe „Gruselinchen“ als Helferin auf der Bühne, die ist ziemlich schlimm und ich hoffe sie macht brav mit, aber sie widerspricht mir leider immer wieder. (Lacht)
Ist „Das kleine Vampir-ABC“ nun TANZ DER VAMPIRE für Kinder?
Nein, es hat keine Musik von TANZ DER VAMPIRE. Ich bin auch nicht der Professor Abronsius in diesem Stück, aber es geht um die Welt der Vampire. Ich spiele viel mit Sprache – ich habe zum Beispiel den Song SUAMREDELF REZLAW geschrieben - der „Fledermaus-Walzer“ umgekehrt.
Ich werde sehr kreativ und interaktiv mit den Kindern spielen und versuchen, einen kreativen Umgang mit Sprache, das Spiel mit der Sprache, den kleinen Zuschauern näher bringen.
„Das kleine Vampir-ABC“ ist nicht Dein erstes Projekt für und mit Kindern. Was ist das Faszinierende für Dich an der Arbeit mit und für Kinder?
Zum einen habe ich selbst zwei Kinder, die sind jetzt 5 und 9. Zum anderen sind Kinder einfach ein ehrliches Publikum. Wenn es den Kindern gefällt, leuchten ihre Augen so wunderbar. Aber wenn es nicht klappt, dann sind sie ein sehr ehrliches Publikum Wenn Kindern etwas nicht gefällt, dann sagen sie das auch (laut).
Aber Gott-sei-Dank, bis jetzt haben meine Programme den Kindern immer gefallen. (Lacht).
Mir ist auch die Förderung junger Talente ein Anliegen: Ich habe in Fohnsdorf, Steiermark – wo ich geboren bin – vor drei Jahren eine Muscial-Akademie für Kinder gegründet. Da unterrichte ich sehr talentierte Burschen und Mädchen, momentan sind es 42. Einer von diesen wunderbaren Schülern ist der 12-jährige Julian Fritz, er spielt momentan den Florian im Musical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK.
Was ist das Verrückteste, das Du jemals getan hast?
Über 800 mal den alten „Prof. Abronius“ in „Tanz der Vampire“ gespielt.
Dein Traumurlaubsziel:
Neuseeland – das ist am weitesten weg
Dein Lieblingsbuch:
Ansichten eines Clowns – von Heinrich Böll
Musik, die Dich berührt….
Der Soundtrack von „The Five Pennies“ mit Danny Kaye – da muss ich immer weinen
Eine Kindheitserinnerung, die Du nie vergessen wirst:
Meine Autosammlung – ich hatte ALLE Matchboxautos ab meinem Geburtsjahr 1962
Eine Schwäche, die man Dir verzeihen soll?
Ich arbeite so schrecklich gerne.
Eine Stärke, für die man Dich bewundert?
Hmm – ich glaub, ich kann recht flott sprechen....
Wann bist Du das letzte Mal richtig rot geworden?
Das passiert mir immer wieder, wenn Besucher nach der Vorstellung mir erzählen, wie gut ihnen mein Auftritt gefallen hat.
Wann hast Du das letzte Mal herzhaft gelacht?
Ich lach so gerne mit meinen beiden Kindern
Welcher Versuchung kannst Du nicht widerstehen?
Meinen Kindern was Süßes zu schenken – und dann mit ihnen zu naschen.
Ein Mensch mit dem Du gerne einen Abend verbringen möchtest:
Mit Oli und Sheby, meinen kleinen Herzerln
Deine nächste Traumrolle (im Musical):
Ich würd irrsinnig gerne mal „Fagin“ im Musical „Oliver!“ spielen
Was möchtest Du noch lernen?
Segeln – noch heuer im Sommer
Ein Künstler / eine Künstlerin mit dem Du / mit der Du unbedingt noch gemeinsam auf der Bühne stehen möchtest:
Ein Sketch gemeinsam mit Ossi Kollmann – das wär ein Traum
Wie baust Du Stress ab:
Ich versuche immer Freude an meinen Aufgaben zu finden – dann hilft die positive Motivation über alles hinweg – dann gibt’s keinen Stress

